Universes in Universe - Worlds of Art

29. Biennale São Paulo
21. September - 12. Dezember 2010

São Paulo

 

 

29. Biennale São Paulo, 2010

Moacir dos Anjos & Agnaldo Farias / © Photo: Haupt & Binder

Moacir dos Anjos & Agnaldo Farias

Pavilhão Ciccillo Matarazzo © Foto: Haupt & Binder
Pavilhão Ciccillo Matarazzo © Foto: Haupt & Binder

Fotos des Pavillons

 

Die 29. Biennale von São Paulo findet vom 21. September bis zum 12. Dezember 2010 unter dem Titel "Arte e Política" (Kunst und Politik) statt.

Chefkuratoren:

Moacir dos Anjos
* 1963 Recife, Brasilien. Ökonom, Master der Universidade de Campinas und Promotion an der University of London. Seit 1990 Forscher der Fundação Joaquim Nabuco; von 2001 bis 2006 Direktor des Museu de Arte Moderna Aloisio Magalhães (Mamam) in Recife. Weitere biografische Daten

Agnaldo Farias
Kunstkritiker und Kurator. Professor an der Fakultät für Architektur und Urbanismus der Universität São Paulo.

Kuratorenteam:
Gemeinsam mit den beiden Chefkuratoren sind 5 KuratorInnen an der Künstlerauswahl und am Konzept der Ausstellung beteiligt.

Rina Carvajal
Beigeordnete Kuratorin des Miami Art Museum. War Professorin für Kunstgeschichte an Universitäten in Caracas, Montreal, São Paulo und New York sowie Bereichsdirektorin des Museums für Zeitgenössische Kunst von Caracas.

Sarat Maharaj
Professor für visuelle Künste und kognitive Systeme, Universität Lund & Malmö Kunstakademie, Schweden; 1980 - 2005 Dozent am Goldsmiths College, London. Ko-Kurator der Documenta XI (2002, Kassel, Deutschland) und der Triennale Guangzhou (China, 2008).

Fernando Alvim
Künstler und Kurator. Direktor der Kunsttriennale Luanda, Angola. Ko-Kurator der afrikanischen Präsentation bei der 52. Biennale Venedig 2007.

Yuko Hasegawa
Chefkuratorin des Museums für Zeitgenössische Kunst Tokio. Künstlerische Leiterin der 7. Biennale Istanbul (2001); Ko-Kuratorin der 4. Shanghai Biennale (2002); Kommissarin des japanischen Pavillons bei der 50. Biennale Venedig (2003).

Chus Martínez
Chefkuratorin des Museums für Zeitgenössische Kunst Barcelona. War Leiterin des Frankfurter Kunstvereins (Deutschland). Von 2002 bis 2005 kuratoriale Projekte in der Sala Rekalde in Bilbao, Spanien.

Moacir dos Anjos zufolge bedeutet die Präsenz von 7 Kuratoren nicht etwa, dass die nächste Biennale segmentiert sei, denn es wird keine separaten Künstlerlisten oder Abteilungen der Ausstellung geben. "Wir laden diese Kuratoren als Vermittler ein, die uns dabei behilflich sind, eine internationale Biennale zu realisieren. Es sind andere Stimmen aus verschiedenen Orten, andere Sichtweisen für die Ausarbeitung der Plattform 'Kunst und Politik'."

Obwohl schon 26 Teilnehmer sicher sind, gaben die Veranstalter zunächst nur Cildo Meireles und Arthur Barrio bekannt, die für die diesjährige Biennale neue Arbeiten schaffen werden. Ende Januar 2010 steht die endgültige Auswahl fest, in der es auch viele junge Künstlerinnen und Künstler geben wird.

Zum Team der 29. Biennale São Paulo gehören außerdem: Stella Barbieri (verantwortlich für das Bildungsprojekt), Marta Bogéa (Ausstellungsgestaltung), André Stolarski (Design und grafische Produktion), Jacopo Crivelli Visconti (Beziehungen der Biennale zu ausländischen Institutionen) und Helmut Batista (Kurator des Programms für Künstleraufenthalte).

In den ersten Informationen, die im Juli 2009 von der Stiftung der Biennale São Paulo veröffentlicht worden sind, erklärte Moacir dos Anjos, die 29. Edition der Biennale sei durch eine Zeile des Dichters Jorge de Lima (1895-1953) inspiriert: "Há sempre um copo de mar para um homem navegar" (Für einen Mann gibt es immer ein Glas voll Meer zum Navigieren).

Wie Direktor Heitor Martins erklärte, wird die Biennale mit ihrer nun schon fast 60jährigen Geschichte in ihrer nächsten Edition eine pluralistische und integrative Sicht der Kunst anbieten und ihre Bedeutung als einer der Pfeiler zeitgenössischer Kunst in der Welt erneut bestätigen.

Dem Kurator Moacir dos Anjos zufolge soll die ausgehend von einer diskursiven Plattform organisierte 29. Edition den ambivalenten Charakter der Kunst unterstreichen, der die Erfahrung der Welt übersetzt und zugleich eine Vision erzeugt, die potenziell dazu in der Lage ist, diese Erfahrung zu verändern.

Diese diskursive Plattform orientiert sich an einer Reihe von Hauptkonzepten. Unter anderem soll die in den Künsten enthaltene Beziehung zwischen Ästhetik und Politik eine große Rolle spielen, insbesondere angesichts konfliktreicher Zeiten. Dieser Tradition folgend will die Biennale Werke aus der ganzen Welt zeigen, sie aber näher an die brasilianische Auswahl rücken, um eine von Brasilien ausgehende Untersuchung vorzuschlagen, die es ermöglicht, die lokale Produktion aus einer neuen Perspektive zu sehen.

Ein weiterer Wesenzug der Biennale, das Experimentieren, wird auf doppelte Weise betont. Einerseits, um die Veranstaltung von den Kunstmessen und Museen zu unterscheiden, und zum Anderen, um den der Kunst selbst inhärenten Charakter zu beleben: "Kunst ist eine experimentelle Ausübung von Freiheit" (Mário Pedrosa). Moacir dos Anjos fügte dem hinzu: "Durch die Ausstellung werden wir in in der Lage sein, in die existierenden Konzepte des Lebens Breschen zu schlagen. Zeitgenössische Kunst gilt oft als hermetisch, doch sie kann Dinge ausdrücken, die uns so nah wie keine anderen sind. Es sind diese Themen, die die Kunst verständlich machen."

Aus Pressemitteilungen der Veranstalter.
© Zusammenstellung und Übersetzung: Haupt & Binder

Veranstalter:

Fundação Bienal de São Paulo

Parque Ibirapuera, Portão 3
04094-000 - São Paulo - SP
Brasil

Tel.: (55 11) 5576-7600
Fax: (55 11) 5549-0230

Website: bienalsaopaulo.globo.com/artes/index.asp

Pressekontakt:
A4 Comunicação
Mai Carvalho, Jennifer Queen

Tel.: (5511) 3897 4134
Email: jenniferqueen@a4com.com.br


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Hinweis:
Die Daten haben wir aus Informationen des Veranstalters zusammengestellt. Für die Richtigkeit übernehmen wir keine Gewähr. Siehe den Haftungsausschluss.
Gerhard Haupt und Pat Binder, Universes in Universe

Pavilhão Ciccillo Matarazzo
Seit 1957 findet die Biennale von São Paulo an diesem Ort im Parque do Ibirapuera statt.

27. Biennale São Paulo, 2006
Chefkuratorin: Lisette Lagnado. Informationen und Fotorundgang mit Arbeiten von 35 Teilnehmern.

 

21. September -
12. Dezember 2010

São Paulo, Brasilien

Thema:
Kunst und Politik

Chefkuratoren:
Moacir dos Anjos
Agnaldo Farias

Kuratoren:
Rina Carvajal
Sarat Maharaj
Fernando Alvim
Yuko Hasegawa
Chus Martínez

>> Offizielle Website


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