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6. Curitiba Biennale |
Schon vor zwei Jahren ist die Ausstellung VentoSul, die von ihrem Start 1993 bis 2007 auf Lateinamerika fokussiert war, auf Kunst aus allen Kontinenten ausgeweitet worden. Diese Erweiterung drückt sich nun auch in der Änderung des Names in Internationale Biennale Zeitgenössischer Kunst von Curitiba aus. Für diese 6. Edition sind Alfons Hug und Ticio Escobar als Generalkuratoren konzeptionell verantwortlich. Ihnen stehen Adriana Almada und Paz Guevara als Ko-Kuratorinnen sowie die Gastkuratoren Alberto Saraiva, Artur Freitas, Eliane Prolik und Simone Landal zur Seite. Mit Denise Bandeira und Sonia Tramujas sind zwei Kuratorinnen speziell für das Bildungsprojekt eingesetzt worden. Alfons Hug und Ticio Escobar haben ihr Konzept unter den Titel "Jenseits der Krise" gestellt. In ihrem kuratorialen Text gehen sie von einer Analyse der Herkunft des Wortes "Krise" aus, das "als Grundgeräusch heutzutage allgegenwärtig" ist und den Diskurs beherrscht. "Die Kunst agiert sowohl diesseits als auch jenseits der Krise. Diesseits, weil sie sich inhaltlich und formal auf die Krise bezieht, ja selbst von ihr betroffen ist, und jenseits, weil sie über die Krise hinausweist und der Gesellschaft Alternativen anbietet.... Das Wort 'Krise' ist besonders in seiner anstachelnden und suggestiven Bedeutung als Wendepunkt zu verstehen, der angesichts eines jähen Paradigmenwechsels Entscheidungen, Stellungnahmen und neue Bilder erfordert. Dabei bezeichnet 'jenseits' nicht unbedingt 'danach', sondern zielt auf einen dazwischen liegenden Ort ab, auf eine Falte oder auf einen dritten Ort, von dem aus sich die Krise von innen und außen betrachten lässt. ... Die Kunst begegnet der Krise, indem sie ihre eigenen Darstellungssysteme permanent hinterfragt, immer wieder über die Definition von Kunst selbst und über ihre Institutionen und Akteure (Museen, Markt, Biennalen, Theorie usw.) reflektiert. Aus dieser Perspektive wirkt die Krise nicht nur befruchtend für die Kunst, die Kunst ist in ihrem Schaffen auch notwendigerweise von Konflikt- und Spannungsmomenten abhängig. Sie ist ja gerade eines der wichtigsten Dispositive, über die die Kultur der Gegenwart verfügt, um ihre eigenen Aussagen in Frage zu stellen, ihre Werte und Gesetze zu erneuern und zu verhindern, dass die kollektive Wahrnehmung in einem festgelegten Begriff von Gesellschaft verharrt." (Zitate aus dem >> kuratorialen Text) Ausstellungsorte 72 Teilnehmer (siehe die Künstlerliste) präsentieren ihre Arbeiten vom 18. September bis zum 20. November 2011an diesen Ausstellungsorten in Curitiba:
Museu Oscar Niemeyer
Museu da Gravura Cidade de Curitiba
Museu da Fotografia Cidade de Curitiba
Casa Andrade Muricy (CAM)
Museu Alfredo Andersen
Galeria Júlio Moreira
Cineplex Batel
Galeria APAP Öffentlicher Raum Veranstalter: Instituto Paranaense de Arte
Al. Dr. Carlos de Carvalho, 655 – Centro
Tel.: +55 41 3223-8424
Email: ipar@ipar.org.br
Luciana Casagrande Pereira
Luiz Ernesto Meyer Pereira
Kontakt:
Website der Curitiba Biennale:
In Kooperation mit dem Siehe auch: Brasilien - Künstlerindex Brasilien - Kuratoren
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