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7. Taipeh Biennale 2010 |
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Mit der TB 2010 soll das Format von Biennalen durch eine Reihe struktureller Vorschläge überdacht werden. Obwohl es keinen kuratorialen Masterplan gibt, den man von den Dächern herab verkünden könnte, besteht ein mögliches Leitmotiv in der Frage, was heutzutage das Charakteristische der Biennalen ist. Welches sind die von einer Biennale geschaffenen Produktionsbedingungen, was kann man mit einer Biennale tun, das anderweitig nicht möglich wäre. Einige Arbeitsprämissen sind diese: TB08 wiederbesucht: Um die übliche Tabula rasa zu vermeiden, wird die TB10 auf Ideen und Projekten früherer Taipeh Biennalen aufgebaut. Zum Beispiel wird eine Reihe von Künstlern der TB 2008 eingeladen, sich kritisch mit ihre früheren Beiträgen zu beschäftigen. Zwei weitere Jahre: Die zunächst wegen der TB10 kontaktierten Künstler wurden in eine weiter reichende kuratoriale Diskussion einbezogen. Daraus ergab sich eine Transfiguration der TB10 in einen zweijährigen Prozess, der zu einer Serie kleinerer Ausstellungen im Jahr 2012 führen soll. Der Prozess soll durch einen akademischen Rahmen gestützt werden, der gegenwärtig ausgearbeitet wird und idealerweise eine nachhaltige kunstpädagogische Infrastruktur zur Folge hat. Die Schau ist absichtlich auf 24 Künstler beschränkt. Von den 38 Kunstwerken ist annähernd die Hälfte neu in Auftrag gegeben worden, etliche darüber hinaus sind ambitionierte Adaptionen älterer Arbeiten. Viel von den Werken ist prozessorientiert, und ein Drittel ist auf irgendeine Weise gemeinschaftlich, wobei über weitere 50 Künstler in solche Kooperationen einbezogen werden. Sputniks: Drei kritische Begleiter sind eingeladen, laufend schonungslos ihr Feedback zu geben, und das auch zu den Interventionen während der TB10. Mit dieser Übung verbindet sich die Hoffnung, die Polarität korrupter Intellektueller versus unschuldige Autonomie umzukehren. September-Veranstaltungen: Das ehrgeizige Veranstaltungsprogramm beginnt vor der Ausstellung und bietet eine komplexere Zeitschiene als ansonsten üblich. Künstlerkino: Das Screeningprogramm beinhaltet 49 Filme von 38 Künstlern. Die von Künstlern gestaltete Projektionsvorrichtung bietet die Bedingungen eines Filmtheaters. Vortrags-Theater: Um die üblichen Schwierigkeit simultaner Übersetzung zu vermeiden, werden Schlüsselessays, die das Biennale-Phänomen aus verschiedenen Perspektiven erläutern, ins Mandarin übersetzt. Diese Texte werden von Schauspielern aus Taipeh vorgelesen. Zusammenarbeit mit Kunsträumen in Taipeh: Um die Infrastruktur und Kunstproduktion der Stadt einzubeziehen, sind unabhängige Räume eingeladen worden, verschiedene Ebenen der Zusammenarbeit zu artikulieren. Die daraus resultierenden sieben Projekte sind weder parallele Veranstaltungen noch kuratierte Beiträge, sondern in jedem einzelnen Falle Schnittstellen von unbändigen und nicht vorhersehbaren Geschmacksnoten und Kriterien.
(Aus Presseinformationen.
>> Druckversion Veranstaltet vom Kontakt: Taipei Fine Arts Museum
181 Zhongshan North Road
Tel.: + 886 2 2595 7656
Email: info@taipeibiennial.org
Pressekontakt:
Tel.: + 886 2 2595 7656, Ap.106 Siehe auch: 6. Taipeh Biennale 2008
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