Universes in Universe - Welten der Kunst

Welten der Kunst
Visuelle Künste aus Afrika, Asien, den Amerikas
im internationalen Kunstkontext

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Über das Projekt Universes in Universe

 
Pat Binder & Gerhard Haupt  

Universes in Universe ist seit Februar 1997 online und damit eine der ältesten Websites für Kunst. Der deutsche Kunstkritiker und Kurator Gerhard Haupt und die argentinische Künstlerin Pat Binder begannen mit der Entwicklung des Projekts Mitte 1996, also nur knapp drei Jahre nachdem es überhaupt erst möglich wurde, in HTML-Seiten integrierte Bilder im Web darzustellen.

Der Name ist Programm

Universes in Universe ist die Intensivierung unserer bisherigen Arbeit mit Hilfe des neuen Mediums und entstand auch als Reaktion auf damals weit verbreitete kulturzentristische Positionen. Zum Beispiel als Jan Hoet gefragt wurde, warum er in seine Documenta 1992 nicht mehr Künstler aus der "nicht-westlichen" Welt aufnahm, obwohl er und sein Team doch auf allen Kontinenten recherchiert hatten, entgegnete er, diese seien nur "für ihr Land und ihre Epoche wichtig, jedoch nicht autonom im Sinne einer universellen Zeichensprache".

Bekanntlich bedeutet Universum "Ganzheit aller Teile". In diesem Sinne ist mit Universes in Universe gemeint, dass das Universum der Kunst aus unzähligen, prinzipiell gleichberechtigten Akteuren gebildet wird, von denen jeder bzw. jede ein komplexes "Universum" für sich ist. Solche "Universen" stehen in sich immer wieder verändernden Mikro- und Makrokonstellationen zueinander in Beziehung, die von ihrem Wesen her netzförmig und nicht hierarchisch sind.

Fokussierung auf Afrika, Asien, Lateinamerika aus methodischen Gründen

Eine Kategorisierung künstlerischen Schaffens nach der Herkunft der Autoren lehnen wir ab. Deshalb gibt es für unsere Fokussierung auf Kunst, die aus Afrika, Asien und Lateinamerika kommt und/oder dort ihre kulturelle Identifikation hat, in erster Linie methodische Gründe. Dazu gehört das Eingehen auf ein meist übliches Verhalten bei der Rezeption von Kunst sowie bei der Suche im Internet, bei der komplexere Zusammenhänge zwangsläufig auf einfache Schlüsselbegriffe reduziert werden müssen.

Darüber hinaus soll die explizite Konzentration auf Kunst aus diesen Teilen der Welt dazu beitragen, mehr Aufmerksamkeit darauf zu lenken und den Zugang zu entsprechenden Informationen erleichtern. Das war nicht nur in den Anfangsjahren von Universes in Universe wichtig, als sich das Bewusstsein eines multizentrischen globalen Kunstgeschehens erst langsam etablierte und es im nahezu völlig von den USA dominierten Internet verschwindend wenig Inhalte zur Kunst aus Afrika, Asien und Lateinamerika gab. Deshalb wurden unsere systematischen Verzeichnisse kommentierter Links zur Kunst dieser Ländern und Regionen, die auf intensiven Recherchen beruhten, jahrelang so viel genutzt. Als diese Aufgabe angesichts der enormen Masse an neuen Websites nicht mehr zu bewältigen war, haben wir die Sektion eingestellt.

Zum Cultural Mapping von Universes in Universe gehört von Anfang an die Produktion neuer Inhalte für das Web, zunächst vor allem im Eigenauftrag. Heutzutage kooperiert Universes in Universe mit Institutionen und anderen Partnern in aller Welt und ist im Sinne einer Agentur für Auftraggeber vornehmlich aus dem Kulturbereich tätig. Besonders beliebt sind unsere durch viele Fotos visuell attraktiven Specials zu internationalen Biennalen, Triennalen und anderen Ausstellungen und Kunstveranstaltungen. Neben dem eigenen UiU Magazin errabeiten und veröffentlichen wir im Auftrag des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) das Online-Kunstmagazin Nafas. Es ist der aktuellen Kunst vom Maghreb über den Nahen Osten und Zentralasien bis Indonesien und Malaysia gewidmet und erscheint in Deutsch, Englisch und Arabisch.

Schnittstelle zwischen lokalen Kunstszenen und internationalem Kunstkontext

Wir verstehen Universes in Universe als eine Schnittstelle zwischen den an vielen Orten agierenden Kunstszenen und Künstlern und dem weltweiten Kunstgeschehen - wo auch immer dieses stattfindet. Die Struktur der Website soll der Vielfalt, gegenseitigen Durchdringung und Vernetzung der globalen Kunstprozesse gerecht werden und das Interesse von Menschen aus unterschiedlichen lokalen, regionalen oder kulturellen Kontexten füreinander fördern, wozu die Mehrsprachigkeit wesentlich beiträgt. Über seine Funktion als Publikationsmedium hinaus ist Universes in Universe ein riesiges, sich ständig weiter verzweigendes Netzwerk an persönlichen Kontakten und Beziehungen.

Pat Binder und Gerhard Haupt
Herausgeber von Universes in Universe

 

Impressum

Herausgeber:

Dr. Gerhard Haupt und Pat Binder
Initiatoren, Leitung, Realisierung

Adresse:

Heilbronner Str. 3
D-10779 Berlin
Deutschland

Telefon: [+49 30] 445 78 23

Email: info@universes-in-universe.org

Web: http://universes-in-universe.org

© Urheberrecht:

Dr. Gerhard Haupt und Pat Binder
Alle Rechte vorbehalten.

Die Website an sich sowie alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt, einschließlich der Abbildungen, Übersetzungen, systematischen Linkverzeichnisse, etc.. Urheberrechte anderer Autoren sind bei den jeweiligen Beiträgen gesondert ausgewiesen. Nachdruck oder Reproduktionen jeder Art nur mit schriftlicher Genehmigung der Herausgeber bzw. Autoren.

>> Haftungsausschluss

Spezielle Programmierung:

WebStyle Systems, Wrocław, Polen

 

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