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Breaking News. Zeitgenössische Fotografie aus dem Nahen Osten und Afrika |
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Die Ausstellung im früheren Ospedale Sant’Agostino in Modena (Italien) vom 27. November 2010 bis zum 13. März 2011 präsentiert das dritte Konvolut von Ankäufen der Fondazione Cassa di Risparmio di Modena für ihre Sammlung internationaler zeitgenössischer Fotografie und künstlerischer Filme und Videos. Diese Schau zeigt über 100 Werke von 21 Künstlern aus 12 Ländern. Wie der Ausstellungstitel erahnen lässt, besteht die Idee von Breaking News (Eilmeldung) darin, durch die kürzlich für die Sammlung ausgewählten Fotografien Licht auf einen Teil der Welt zu werfen, der in den Nachrichten normalerweise nur in Zusammenhang mit Konflikten und blutigen Ereignissen erscheint. Und wenn es einen Teil des Globus gibt, der Fernsehsender weltweit mit Eilmeldungen versorgte, dann ist es eben gerade der Nahe Osten, gefolgt und in einigen Fällen noch übertroffen von Afrika. Breaking News wird präsentiert als eine Reise von Syrien nach Iran, Palästina, Israel, Libanon, Ägypten und Marokko, über Nigeria, Kamerun, den Kongo bis hinunter nach Südafrika, wobei Künstlern gefolgt wird, deren Werke mehr Zeugnisse als Erzählungen sind, mehr aufzeigen als interpretieren, mehr etwas erklären als anderen ins Gewissen zu reden. Afrika, das über ein Jahrhundert lang durch die vom Kolonialismus bedingten Perspektiven dominiert war, äußert sich jetzt mit einer Vielfalt kreativer Stimmen, die in der Lage sind, nicht nur das Erbe der Vergangenheit, sondern auch die Komplexität der Gegenwart zu erkunden. Obwohl das Porträt ein Genre ist, das in Afrika weit verbereitet war - in der Vergangenheit im Sinne des Einforderns einer unabhängigen Identität - scheinen die Bilder von Philip Kwame Apagya und Samuel Fosso die afrikanische Wirklichkeit als ein Spiel mit oder ein kritisches Hinterfragen von Stereotypen in die globalisierte Welt einzufügen. Die Videoarbeiten von Goddy Leye sind von den Theorien der Négritude beeinflusst und verspotten westliche Vorurteile in Bezug auf Afrika. Die Fotos eines beträchtlichen Teils südafrikanischer Künstler - von den Aufnahmen Bob Gosanis aus den 1950er Jahren über die von Cedric Nunn aus den 1980ern bis hin zu den jüngeren Arbeiten von David Goldblatt, Jodi Bieber, Mikhael Subotzky, Daniel Naudè und Pieter Hugo - definieren die historische Parabel eines Landes, das durch Nelson Mandelas Traum von der Regenbogennation die Apartheid hinter sich ließ und sich nunmehr mit neuen Problemen konfrontiert sieht, wie etwa sozialer Zerrüttung und Klassentrennung. Auch der Nahe Osten hat eine lebendige Kunstszene, die fähig ist, die politische, soziale und religiöse Komplexität der heutigen Realität zum Ausdruck zu bringen, und das selbst an Orten, wo die Meinungsfreiheit und das Existenzrecht an sich immer wieder schweren Prüfungen unterworfen sind. Der arabisch-israelische Konflikt ist das Thema verschiedener künstlerischer Untersuchungsprojekte, so u.a. der israelischen Videokünstlerin Yael Bartana, der Palästinenser Ahlam Shibli und Taysir Batniji, des Libanesen Akram Zaatari und des Ägypters Wael Shawky. Die schnellen Veränderungen in einigen arabischen Ländern in den letzten Jahrzehnten scheinen in den Werken solcher Künstlerinnen und Künstler auf wie Hrair Sarkissian aus Syrien, dessen Fotos Visionen zwischen dem Poetischen und dem Dokumentarischen seines Herkunftslandes Armenien sind; Yto Barrada, die auf Marokko durch "Löcher" im fotografischen Gedächtnis zu blicken scheint; Mounir Fatmi, der in seinem Video die stereotypen Darstellungen des Nahen Ostens in den Medien sammelt und durcheinandermischt; sowie Jinoos Taghizadeh, die in ihren Collagen über die aktuelle Situation im Iran und dessen intolerante Widersprüche berichtet. >> Künstlerliste mit biografischen Angaben Breaking News wird veranstaltet von Fondazione Fotografia / Fondazione Cassa di Risparmio di Modena. Fondazione Fotografia ist ein von der Fondazione Cassa di Risparmio di Modena gefördertes Projekt, kuratiert von Filippo Maggia. Fondazione Fotografia arbeitet seit 2007 am Aufbau einer permanenten Sammlung zeitgenössischer Fotografie und Künstlervideos und bietet gleichzeitig durch Ausstellungen und Bildungsveranstaltungen Gelegenheiten, bei denen die Leute ihr kulturelles und professionelles Wissen erweitern können.
(Presseinformationen des Veranstalters. Veranstalter: ![]() Adresse:
Fondazione Fotografia
Via Emilia Centro, 283
Tel.: +39 059 239888
Email: info@mostre.fondazione-crmo.it
Pressebüro: Cecilia Lazzeretti & Claudia Fini
Tel. +39 059 239888
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